
"Elisabeth Kulmans interessantes Timbre könnte süchtig machen." (Wiener Zeitung)
Die österreichische Mezzosopranistin und Altistin Elisabeth Kulman überzeugt durch ihr unverwechselbares, farbintensives Timbre sowie ihre musikalische Autoriät und charismatische Ausstrahlung. Ihre stimmliche Flexibilität, ihr stilistisches Einfühlungsvermögen und ihre Sprachkompetenz ermöglichen ihr, nahezu jedes Repertoire von der Alten Musik über die Klassik und Romantik bis hin zur zeitgenössischen Musik zu verwirklichen.
So reüssierte sie als Carmen an der Berliner Staatsoper unter den Linden und als Orpheus (Gluck) an der Opéra National de Paris ebenso wie als Marina in Mussorgskys "Boris Godunov", als Verdis Mrs. Quickly (Falstaff), Ulrica (Maskenball), Fenena (Nabucco), R. Strauss' Clairon in "Capriccio" und Herodias in “Salome”, Polina und Olga in Tschaikowskys Opern "Pique Dame" und "Eugen Onegin", Brigitta (Die tote Stadt/Korngold), Suzuki (Butterfly/Puccini), sowie in vielen anderen Rollen an ihrem Stammhaus, der Wiener Staatsoper. Für ihre Interpretation des Prinzen Orlofsky in J. Strauß' "Fledermaus" wurde sie 2007 mit der Eberhard Waechter-Medaille ausgezeichnet.
Im selben Jahr verhalf sie durch ihre Interpretation der Titelpartie der Oper "Il Giustino" des Barockkomponisten Giovanni Legrenzi bei den Schwetzinger Festspielen (unter der Leitung von Thomas Hengelbrock) zur Ehrung als "Wiederentdeckung des Jahres". An der Wiener Staatsoper wird sie in der Saison 2009/10 in der Uraufführung von Aribert Reimanns "Medea" die Rolle der Gora verkörpern sowie als Waltraute (Götterdämmerung) und Fricka (Rheingold, Walküre) in Wagners "Ring" debütieren. In der Eröffnungspremiere der Salzburger Festspiele 2010 singt sie die Titelpartie in Glucks „Orfeo ed Euridice“ unter der Leitung von Riccardo Muti.
Neben der Oper liegt ein großer Schwerpunkt der musikalischen Tätigkeit von Elisabeth Kulman im Konzertbereich. Als international gefragte Solistin ist sie regelmäßig zu Gast im Wiener Musikverein und Konzerthaus und arbeitete u.a. mit den Dirigenten Nikolaus Harnoncourt, Franz Welser-Möst, Adam Fischer, Thomas Hengelbrock, Zubin Mehta und Sebastian Weigle zusammen. Auf DVD ist eine Einspielung von J.S. Bachs "Weihnachtsoratorium" mit Peter Schreier als Evangelist und Dirigent erschienen. Als nächste Höhepunkte stehen 2009 Franz Schmidts "Buch mit sieben Siegeln" unter Nikolaus Harnoncourt sowie Wagners Wesendonck-Lieder im Wiener Musikverein bevor.
Mit besonderer Hingabe widmet sich Elisabeth Kulman auch dem Liedgesang. Im November 2007 gab sie gemeinsam mit dem Klavierbegleiter Walter Moore ihr hoch geschätztes Debüt im Wiener Musikverein mit einem mehrsprachigen Liederabendprogramm. Neben Duoabenden verwirklicht sie auch eigene Projekte mit außergewöhnlichen Ensemblebesetzungen: Mit einem internationalem Jazzquartett erarbeitete sie ein Mussorgsky-Programm und mit dem Ensemble Amarcord Wien singt sie Mahler-Lieder in neuen Bearbeitungen. Beide Projekte sind (demnächst) als CD erhältlich.
Werdegang: Elisabeth Kulman studierte zunächst slawische und finno-ugrische Sprachwissenschaften an der Universiät Wien und schlug erst spät den Weg zu einer professionellen Gesangskarriere ein. Ihr Gesangsstudium bei Helena Lazarska an der Wiener Musikuniversität schloss sie 2001 als Sopranistin in beiden Studienrichtungen (Oper; Lied/Oratorium) mit Auszeichnung ab. Für ihre außerordentlichen künstlerischen Leistungen erhielt sie den Würdigungspreis des Bundesministeriums für Kunst und Kultur.
Im selben Jahr gab sie ihr Bühnendebüt als Pamina an der Wiener Volksoper mit fulminantem Erfolg und etablierte sich rasch mit weiteren Mozart-Partien wie Contessa und Donna Elvira. Im Sommer 2004 vollzog sie den Wechsel ins Mezzosopran- und Altfach und erhielt im Rahmen der Internationalen Sommerakademie Salzburg für ihre Interpretation der Wesendonck-Lieder den Preis der Salzburger Festspiele. Bis heute wird Elisabeth Kulman stimmlich von Helena Lazarska beraten.