
Geboren in Salzburg, studierte Genia Kühmeier am dortigen Mozarteum und später an der Wiener Musikuniversität bei KS Margarita Lilova und KS Marjana Lipovšek. Mit dem 1. Preis beim 8. Internationalen Mozartwettbewerb in Salzburg wurde der Grundstein für eine inter-nationale Karriere gelegt, sodass sie bereits mit W. Christie, Sir A. Davis, Sir C. Davis, Sir J.E. Gardiner, D. Harding, N. Harnoncourt, M. Honeck, M. Jansons, F. Luisi, Sir Ch. Mackerras, K. Nagano, Sir R. Norrington, M. Minkowski, R. Muti, S. Ozawa, F. Welser-Möst und Chr. Thielemann zusammenarbeitete.
Von 2003-06 war Genia Kühmeier im Ensemble der Wiener Staatsoper, wo sie für ihr Debüt als Inès/LA FAVORITE mit der Eberhard-Waechter-Medaille ausgezeichnet wurde. Hier war sie u.a. in Rollen wie Adina/L’ELISIR D’AMORE, Marzelline/FIDELIO, Zdenka/ARABELLA, Micaëla/CARMEN, Pamina/DIE ZAUBERFLÖTE sowie als Ilia/IDOMENEO in einer Neupro-duktion der Staatsoper im Theater an der Wien zu erleben.
Als Pamina debütierte sie seither auch bei der RuhrTriennale, an der Bayerischen Staatsoper, der Metropolitan Opera sowie unter Muti bei den Salzburger Festspielen. In Covent Garden stellte sie sich in Mozarts FINTA GIARDINIERA vor und am Théâtre du Châtelet Paris als Micaëla. Bei zwei Saisoneröffnungen der Mailänder Scala unter Muti wirkte sie als Diane /IPHIGÉNIE EN AULIDE und als Asterio/L’EUROPA RICONOSCIUTA mit. Zuletzt debütierte sie mit großem Erfolg als Ilia an der San Francisco Opera sowie als Micaëla an der Los Angeles Opera und der De Nederlandse Opera. Dei den Salzburger Festspielen 2010 wird sie erstmals die Partie der Euridice in Glucks ORFEO ED EURIDICE unter der künstlerischen Leitung von Riccardo Muti verkörpern.
Genia Kühmeier ist auch auf dem Konzertpodium ein gern gesehener Gast und war bisher bei so renommierten Festivals und Konzerthäusern zu hören wie dem Wiener Musikverein, dem Wiener Konzerthaus, den Salzburger Sommer- und Osterfestspielen, der Schubertiade Schwarzenberg, der RuhrTriennale, dem Rheingau Festival, der styriarte Graz, dem Luzern Festival und hat mit Orchestern wie den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem Sym-phonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Staatskapelle Dresden, dem Orchestra Filarmonica della Scala, dem Orchestre National de France, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Concentus Musicus und der Camerata Salzburg zusammengearbeitet. Darunter sind jüngste Aufführungen hervorzuheben wie Brahms’ REQUIEM mit den Wiener Philharmonikern unter Harnoncourt und Muti, SCHÖPFUNG mit den Berliner Phil-harmonikern und Rattle, JAHRESZEITEN mit Harnoncourt und dem Concentus Musicus, Schuberts ES-DUR MESSE mit den Wiener Philharmonikern unter Welser-Möst.
Als Liedsängerin war Genia Kühmeier auf Bühnen wie dem Mozarteum Salzburg, dem Wiener Musikverein, in Innsbruck und bei der Schubertiade Schwarzenberg zu erleben. 2009/10 ist sie gemeinsam in einem Duo-Liederabend mit Bernarda Fink in Brüssel zu hören und 2010/11 wirkt sie in Brahms’ LIEBESLIEDERWALZERN mit Bernarda Fink, Michael Schade und Thomas Quasthoff auf Tournee durch Europa und die USA mit.
Die Diskografie der Künstlerin umfasst mittlerweile Titel wie Mozarts ZAUBERFLÖTE mit Riccardo Muti (auf DVD erschienen bei Decca), Haydns SCHÖPFUNG mit William Christie und Les Arts Florissants (EMI), eine Solo-Liedplatte mit Liedern von Mozart, Schubert, Dvorák und Strauss (ORF), Schuberts AUF DEM STROM mit Wolfgang Tomboeck am Wiener Horn (Naxos), Haydns JAHRESZEITEN mit Nikolaus Harnoncourt und seinem Concentus Musicus (SonyBMG) sowie Mozarts ZAUBERFLÖTE für Kinder aufgenommen in der Wiener Staatsoper unter der Leitung von Seiji Ozawa (auf DVD erschienen bei Orfeo). Des Weiteren ist das „Wiener Opernfest 2005“, das anlässlich 50 Jahre Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper stattfand und wo Genia Kühmeier im Rosenkavalier-Schlussterzett unter Christian Thielemann zu hören ist, auf CD und DVD bei Orfeo erschienen. Eine Veröffentlichung von Brahms’ REQUIEM mit Nikolaus Harnoncourt und den Wiener Philharmonikern ist geplant.